Ihre Implantate sind eingeheilt, der neue Zahnersatz sitzt perfekt: Endlich können Sie wieder herzhaft zubeißen. Doch damit das so bleibt, brauchen Implantate besondere Aufmerksamkeit. Mit der richtigen Pflege erhöhen Sie die Chance deutlich, dass Ihre künstlichen Zahnwurzeln viele Jahre halten.
Was Sie in diesem Ratgeber erfahren:
- Warum Implantate andere Pflege brauchen als natürliche Zähne
- Welche Rolle die professionelle Implantatreinigung spielt
- Wie Sie die Gesundheit Ihrer Implantate dauerhaft sichern
Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Implantatpflege
Warum ist die Pflege von Implantaten so wichtig?
Das Zahnbett rund um das Implantat kann sich entzünden. Dies kann zur sogenannten Periimplantitis führen, die ähnlich wie ein Parodontitis verläuft. Unbehandelt kann sie zum Verlust des Implantats führen. Regelmäßige Pflege und professionelle Reinigung schützen davor.
Wie oft muss ich zur professionellen Implantatreinigung?
Mindestens zweimal im Jahr – genau wie bei natürlichen Zähnen. Bei Risikofaktoren wie Rauchen, Diabetes oder Parodontitis in der Vorgeschichte empfehlen wir häufigere Termine alle 3-4 Monate.
Kann ich mit Implantaten alles essen?
Grundsätzlich ja. Vorsicht bei sehr harten Lebensmitteln wie Nussschalen oder Eiswürfeln – diese können den Zahnersatz beschädigen.
Woran erkenne ich Probleme am Implantat?
Warnsignale sind Zahnfleischbluten beim Putzen, Schwellungen, Schmerzen oder wenn sich das Implantat locker anfühlt. Dann sofort zum Zahnarzt.
„In unserer Praxis sehen wir immer wieder Patienten, deren Implantate nach 15 oder 20 Jahren noch perfekt funktionieren – weil sie von Anfang an auf professionelle Nachsorge gesetzt haben. Mit regelmäßiger Implantatprophylaxe verhindern wir Entzündungen, bevor sie gefährlich werden.“
Dr. Rainer Sorg, Zahnarzt mit langjähriger Erfahrung in der Implantologie
Was passiert bei der professionellen Implantatreinigung?
Sie kennen die professionelle Zahnreinigung: ganz ähnlich läuft auch die Implantatprophylaxe ab. Allerdings verwendet unser Prophylaxe-Team hierfür spezielle Instrumente aus Kunststoff oder Karbon, die gründlich reinigen, ohne die Implantatoberfläche zu zerkratzen.
Der Ablauf in unserer Praxis:
- Gründliche Inspektion: Wir prüfen den Sitz des Zahnersatzes und untersuchen das Gewebe rund um das Implantat
- Schonende Reinigung: Bakterielle Beläge entfernen wir auch an Stellen, die Sie zuhause nicht erreichen
- Politur: Die Oberflächen polieren wir mit speziellen Instrumenten, damit sich neue Bakterien schwerer festsetzen
- Persönliche Beratung: Wir zeigen Ihnen, welche Hilfsmittel für Ihre Implantate am besten geeignet sind
Nach der professionellen Reinigung fühlen sich Ihre Implantate glatt und frisch an – genau wie Ihre natürlichen Zähne nach einer PZR.
Mehr zur professionellen Zahnreinigung erfahren Sie hier: PZR in Welzheim
Wie pflegen Sie Ihre Implantate zuhause richtig?
Die medizinische Implantat-Reinigung ist wichtig, aber der Schlüssel für eine lange Haltbarkeit Ihrer Implantate liegt im heimischen Badezimmer.
Die Basics: Zweimal täglich putzen
Verwenden Sie eine weiche bis mittelharte Zahnbürste. Elektrische Zahnbürsten mit Drucksensor sind ideal. Sie verhindern zu festes Schrubben, das das Zahnfleisch verletzen könnte. Putzen Sie mindestens zwei Minuten lang alle Zahnflächen gründlich.
Der kritische Punkt: Zahnzwischenräume
Hier sammeln sich die meisten Bakterien. Interdentalbürsten sind die erste Wahl für Implantatträger: Sie erreichen die Stellen zwischen Implantat und Zahnfleisch besonders gut. Welche Größe für Sie passt, zeigen wir Ihnen gerne in der Praxis. Alternativ eignet sich spezielle Implantat-Zahnseide oder Superfloss mit verstärkten Enden.
Mundspülungen: Sinnvolle Ergänzung
Antibakterielle Spülungen können die mechanische Reinigung unterstützen, ersetzen sie aber niemals. Fluorid-Mundspülungen stärken zusätzlich das Zahnfleisch. Chlorhexidin-Spülungen verwenden Sie bitte nur nach Rücksprache mit uns – sie können auf Dauer verfärben.
Woran erkennen Sie Probleme am Implantat?
Eine Entzündung am Implantat entwickelt sich oft lange schmerzfrei. Deshalb ist Aufmerksamkeit so wichtig. Je früher Sie reagieren, desto besser können wir eingreifen.
Diese Anzeichen sollten Sie ernst nehmen:
- Zahnfleischbluten beim Putzen oder spontan
- Rötungen oder Schwellungen um das Implantat
- Rückgang des Zahnfleisches (das Implantat wirkt länger)
- Unangenehmer Geschmack oder Mundgeruch
- Schmerzen oder Druckempfindlichkeit
- Das Implantat fühlt sich locker an
Unsere Empfehlung: Bei auch nur einem dieser Anzeichen vereinbaren Sie sofort einen Termin. Eine beginnende Periimplantitis lässt sich in frühen Stadien gut behandeln – mit professioneller Tiefenreinigung, bei Bedarf antibiotischer Therapie oder Laserbehandlung zur Keimreduktion.
Ihr Weg zu langfristig gesunden Implantaten
Implantate können viele Jahre halten, wenn Sie von Anfang an auf die richtige Pflege setzen. In unserer Praxis begleiten wir Sie Schritt für Schritt: von der ersten Implantatprophylaxe nach der Einheilung bis zur regelmäßigen Nachsorge.
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